Die Thüringer Automobilzulieferbranche steckt tief in der Transformation. Was als Branchenkrise begann, ist längst zu einer Standortkrise geworden – so die Diagnose von Rico Chmelik, dem Geschäftsführer von automotive thüringen e.V., dem Netzwerk und Innovationscluster der Thüringer Zulieferindustrie.
Bei „Wirtschaft im Osten“ spricht Chmelik über stagnierende Investitionsbereitschaft, den Druck durch Energie- und Personalkosten und neue Wachstumsfelder in der Verteidigungs- und Batteriewirtschaft.
Allerdings sei der Übergang vom Fertigungs- zum Wissensstandort, das entscheidende Thema der nächsten zehn Jahre.
Ob man in der Lage sei, das zu schaffen. Ob man Wohlstand weiter erreichen könne, aufbauen könne oder ob Wohlstand abnehmen werde. Das sei die große Frage, die sich auch viele Beschäftigte und natürlich die Geschäftsleitungen stellten.
Dabei sei Thüringens stärkste Ressource die Köpfe seiner Menschen.
Deutschland muss was tun, um wieder Schritt zu halten. Nicht nur die Infrastruktur ertüchtigen, sondern auch die Standortqualität für Unternehmensansiedlungen und für die Bürger die Daseinsvorsorge. Es sei auch ein demokratisches Problem, wenn die Daseinsvorsorge vor Ort nicht funktioniert, dann erodiere auch das Vertrauen in den Staat. So beschreibt es Dr. Oliver Rottmann bei „Wirtschaft im Osten“.
Er ist Infrastrukturexperte und geschäftsführender Vorstand des Kompetenzzentrums öffentliche Wirtschaft, Infrastruktur und Daseinsvorsorge (KOWID) an der Universität Leipzig. Rottmann forscht zu kommunalen Finanzen, öffentlich-privaten Partnerschaften und der Frage, wie Deutschland seine Infrastruktur endlich zukunftsfest machen kann.
Der Einsturz der Carolabrücke in Dresden, Sanierungsbedarf bei öffentlichen Gebäuden, die Dauerpanne bei der Deutschen Bahn – das zeigt: was jahrzehntelang als trockenes Verwaltungsthema galt, ist zur handfesten Zukunftsfrage geworden.
Allein auf kommunaler Ebene beläuft sich der Investitionsrückstand laut KfW-Kommunalpanel auf über 215 Milliarden Euro. Was läuft falsch? Und vor allem: Was muss jetzt passieren? Darüber sprechen wir ausführlich.
Mit der deutschen Wirtschaft steht auch der Arbeitsmarkt unter neuem Druck.
Lässt sich bei aller Digitalisierung, künstlicher Intelligenz, weiterem Fachkräftemangel und Krisen unsere Arbeitswelt noch modern gestalten? Wie führt man Teams sicher durch den Wandel, ohne dabei die Bodenhaftung zu verlieren?
Fundierte Antworten und alltagstaugliche Beratung dazu liefert ein kleines Unternehmen aus Leipzig, das aber in der obersten Liga der Strategieberatung in Deutschland spielt.
Mit Lydia Zillmann, der Geschäftsführerin von AviloX, spreche ich über Unternehmens- und Leistungskultur, werfe einen kritischen Blick auf New Work und wir diskutieren, warum Unternehmenskultur in Krisenzeiten kein nettes ‚Add-on‘ sein darf, sondern einen klaren Zweck erfüllen muss.
Warum wir eine echte Leistungskultur brauchen, die Menschlichkeit und Wettbewerbsfähigkeit vereint. Und warum ausgerechnet der Osten Deutschlands als ‚Labor der Moderne‘ eine Vorreiterrolle beim mutigen Anpacken neuer Strukturen einnehmen kann.
Natürlich ist es noch früh, und dennoch ist es nur noch ein knappes Jahr bis zur Oberbürgermeisterwahl in Leipzig am 21. Februar 2027. Wenn auch von der Öffentlichkeit noch weitgehend unbemerkt, bereiten sich die Parteien bereits intensiv auf diesen Termin vor. Die ersten Kandidaten sind nominiert, die anderen Parteien werden das in den nächsten Wochen und Monaten ebenfalls tun.
Was sind die Rahmenbedingungen für die Oberbürgermeisterwahl in Leipzig? Wer hat Chancen, wie müssen die Kandidaten sein, um die Wahl für sich zu entscheiden? Was erwarten Wählerinnen und Wähler, und welchen Einfluss haben die Landtagswahlen und der bundespolitische Trend?
Darüber habe ich mit dem Politikwissenschaftler und Wahlforscher Dr. Hendrik Träger von der Universität Leipzig gesprochen.
Er analysiert die Ausgangslage und erklärt die politische Stimmung in Leipzig. In einer Stadt, die stark fragmentiert ist. Gerade weil der bisherige Amtsinhaber, Oberbürgermeister Burkhard Jung von der SPD, 20 Jahre im Amt, nicht erneut antritt, könnte das Rennen besonders offen sein.
Der Bundestrend, das zeigen bereits die ersten Landtagswahlen in diesem Jahr, kann auch die Oberbürgermeisterwahl in Leipzig entscheiden. Auf jeden Fall ist sie spannendste Oberbürgermeisterwahl seit Jahrzehnten.
Zu allen Zeiten spielen Menschen Lotto. Ein Glücksspiel und ein Spiel fürs Gemeinwohl. Auch bei Sachsenlotto geht es um mehr als spielen und gewinnen. Denn die staatliche Lotteriegesellschaft ist Traditionsunternehmen und Wirtschaftsfaktor im Freistaat Sachsen. Und dabei dienen die Einnahmen eben nicht nur der Erfüllung privater Träume, sondern fließen maßgeblich ins Gemeinwohl.Millionen für die Gesellschaft, für Sport, Kultur und viele soziale Projekte.
Mit Frank Schwarz, dem Geschäftsführer der SLG, der sächsischen Lotto GmbH, habe ich hinter die Kulissen von Sachsenlotto geschaut und mit ihm über ökonomischen Erfolg und soziale Verantwortung gesprochen.
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