Deutschland muss was tun, um wieder Schritt zu halten. Nicht nur die Infrastruktur ertüchtigen, sondern auch die Standortqualität für Unternehmensansiedlungen und für die Bürger die Daseinsvorsorge. Es sei auch ein demokratisches Problem, wenn die Daseinsvorsorge vor Ort nicht funktioniert, dann erodiere auch das Vertrauen in den Staat. So beschreibt es Dr. Oliver Rottmann bei „Wirtschaft im Osten“.

Er ist Infrastrukturexperte und geschäftsführender Vorstand des Kompetenzzentrums öffentliche Wirtschaft, Infrastruktur und Daseinsvorsorge (KOWID) an der Universität Leipzig. Rottmann forscht zu kommunalen Finanzen, öffentlich-privaten Partnerschaften und der Frage, wie Deutschland seine Infrastruktur endlich zukunftsfest machen kann.

Der Einsturz der Carolabrücke in Dresden, Sanierungsbedarf bei öffentlichen Gebäuden, die Dauerpanne bei der Deutschen Bahn – das zeigt: was jahrzehntelang als trockenes Verwaltungsthema galt, ist zur handfesten Zukunftsfrage geworden.

Allein auf kommunaler Ebene beläuft sich der Investitionsrückstand laut KfW-Kommunalpanel auf über 215 Milliarden Euro. Was läuft falsch? Und vor allem: Was muss jetzt passieren? Darüber sprechen wir ausführlich.