OWF-Gründer Nehring: den Osten zur Pionierregion machen

Ostdeutschland zur Pionierregion machen, anstatt in einem rückwärtsgewandten Gerechtigkeitsdisput oder einer Opferrolle zu verharren. Das sagte mir Frank Nehring, Verleger sowie Gründer und Präsident des Ostdeutschen Wirtschaftsforums in der aktuellen Ausgabe meines Podcasts „Wirtschaft im Osten“.

In diesem Zusammenhang unterstütze er die Initiativen der ostdeutschen Ministerpräsidenten, die Region als Testfeld für schnellere Planungs- und Genehmigungsverfahren zu etablieren, ähnlich den Sonderregeln in der Nachwendezeit.

Er plädiere dafür, den Blick nach vorn zu richten, mit einer positiven Grundstimmung.

Spannende Einblicke des Medienunternehmers, der seit Jahrzehnten die Entwicklung intensiv verfolgt. 

Highlight im Osten – Stadthafen Leipzig

Es dauert nicht mehr lang, dann bekommt Leipzig ein neues touristisches Aushängeschild, das zu einem Highlight werden könnte.

In wenigen Monaten wird der Stadthafen eröffnet, ein Hafen mitten in der Stadt. Nur wenige Minuten vom Zentrum entfernt. Noch vor dem Sommer soll es so weit sein.

Ein alter Plan soll dann Wirklichkeit, und der Hafen ein Ausflugsziel und Treffpunkt werden. Mit zahlreichen gastronomischen Angeboten.

Für „Wirtschaft im Osten“ habe ich mit dem Betreiber des Leipziger Stadthafens gesprochen. Viele, die Leipziger ohnehin, kennen ihn noch als ehemaligen Weltklassekanuten und Olympioniken, den Leipziger Unternehmer Jan Benzien.

Zeitbombe Rentenversicherung

ifo-Experte Ragnitz: Wir überschätzen uns in unserer Wirtschaftskraft

Geht es um die Rente, brodelt es in der Regierungskoalition. Und nicht nur dort, auch in der Wirtschaft und bei der jungen Generation. Zurecht kocht die Debatte über eine generationengerechte Rente und über die Finanzierung des Systems hoch.

Geht es um die Rente, brodelt es in der Regierungskoalition. Und nicht nur dort, auch in der Wirtschaft und bei der jungen Generation. Zurecht kocht die Debatte über eine generationengerechte Rente und über die Finanzierung des Systems hoch.

Zu lange hat sich die Politik in den letzten Jahrzehnten um Reformen gedrückt, zu hoch dürften in den nächsten Jahren Rentenbeiträge und Zuschüsse steigen. 

Zum Schaden der Jungen und zu Lasten des Bundeshaushalts. Und gleichzeitig geht es um eine faire Verteilung und eine auskömmliche Versorgung der Rentner. 

Darüber habe ich mit Professor Joachim Ragnitz vom ifo Institut, der Niederlassung in Dresden, gesprochen. Er nennt die fehlenden Reformen einen  eklatanten Fall von Politikversagen. Seit langem beschäftigt er sich mit den längst überfälligen Reformen und hat auch ganz aktuell in einer neuen Studie Vorschläge vorgelegt. 

ifo Dresden berichtet, 2025, 32, Nr. 05 04-09 ifo Institut Dresden: Reformbausteine zur nachhaltigen Rente

https://www.ifo.de/publikationen/2025/aufsatz-zeitschrift/reformbausteine-zur-nachhaltigen-rente

Eröffnungspodium des 14. Ostdeutschen Energieforums in Leipzig

Wie weiter mit dem (Energie-)Standort Deutschland?

So war auch die Eröffnungsdiskussion des 14. Ostdeutschen Energieforums überschrieben, das am 23. und 24. September in Leipzig stattfand.

Auf der Leitkonferenz zur Energiepolitik in Ostdeutschland diskutierten namhafte Experten aus Wirtschaft, Politik und Wissenschaft. Peter Reitz, der CEO der EEX, der European Energy Exchange AG, die auch die größte Strombörse der Welt ist, hatte das Panel mit einer Keynote eröffnet.

Die Moderation hatte die Journalistin Andrea Thilo.

„Wirtschaft im Osten“ dokumentiert hier die Diskussionsrunde

14. Ostdeutsches Energieforum am 23. und 24. September 2025 in Leipzig

Diskussion 1: Wie weiter mit dem (Energie-) Standort Deutschland?

Diskussion mit:

Peter Reitz, Vorsitzender des Vorstands der European Energy Exchange AG
Dr. Lars Greitsch, Geschäftsführer der Mecklenburger Metallguss GmbH
Michael Kellner, MdB, Energiepolitischer Sprecher der Fraktion Bündnis 90/Die Grünen
Peter Reitz, Vorsitzender des Vorstands der European Energy Exchange AG
Bodo Rodestock, Vorstand Finanzen, Personal & IT der VNG AG
Karsten Rogall, Sprecher der Geschäftsführung der Leipziger Gruppe und kaufmännischer Geschäftsführer der Leipziger Stadtwerke

Moderation: Andrea Thilo, Journalistin, Moderatorin, Trainerin

ostdeutsches-energieforum.de

Support: bmk.media

EEX-CEO Reitz mahnt auf Ostdeutschem Energieforum: keine neue politische Planung bei Energiewende

Wirtschaftlichkeit, Versorgungssicherheit und Klimaschutz: auf das energiepolitische Dreieck könne man mit unterschiedlichen Perspektiven schauen und bekomme damit auch unterschiedliche Antworten. 

Die Bundesregierung habe jetzt Energiepreise und Versorgungssicherheit in den Mittelpunkt gestellt, ohne den Klimaschutz in Frage zu stellen, analysierte Peter Reitz, CEO der EEX, der European Energy Exchange AG, die auch die weltgrößte Strombörse ist, beim 14. Ostdeutschen Energieforum in Leipzig am 23. September 2025.

Die erste Nachricht vom Großhandelsmarkt sei, Deutschland sei eigentlich auf dem Niveau von vor der großen Energiekrise. Die zweite Botschaft sei, dass die Preise für Gas und Strom mittelfristig weiter sinken würden. 

Und das seien nicht irgendwelche Vorhersagen, das seien gehandelte Preise. Man könne sich heute schon Strom für in drei oder vier Jahren sichern, zu einem gesicherten Preis. Und der liege deutlich unter dem, was man heute für Strom oder Gas bezahle. Das sei das, was am Markt für Strom und Gas bezahlt werde.

Als Börse ermittele die EEX genau diese Preise, basierend auf Angebot und Nachfrage. Als weltgrößte Strombörse mache man die fundamentale Situation bei der Erzeugung und beim Verbrauch transparent für alle.

Reitz mahnte allerdings auch, jetzt nicht wieder mit einer neuen politischen Planung anzusetzen. Wie die Energiewende genau aussehen müsse, könne man politisch nicht planen, und wir sollten die Fehler aus der Vergangenheit auch nicht wiederholen.

Sinnvoller wäre es, die Stromproduzenten dazu zu verpflichten, ihre Mengen abzusichern und darüber die Versorgungssicherheit herzustellen. Dann entstünden Innovationen, und die Kosten würden begrenzt. 

Das Innovationspotenzial, das im Markt stecke, sorge dann auch für die Wettbewerbsfähigkeit des Standorts Deutschland und für einen kosteneffizienteren Übergang in ein klimaneutrales Energiesystem.

support: www.bmk.media